Die Festspiele der Young Guns – Shapovalov und Rublev setzten Ausrufezeichen – US OPEN 2017

Über die Zukunft des Herrentennis muss man sich angesichts der jüngsten Ergebnisse der „Next Generation“ momentan wohl keine Sorgen machen. Zwei, die sich gerade besonders in die Köpfe der Tennisfans brennen, sind der junge Russe Andrey Rublev und der 18 jährige Blondschopf aus Kanada Denis Shapovalov.

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Andrey Rublev spielte sich bereits in den letzten Monaten kontinuierlich auf der großen Bühne des Herrentennis nach oben. Mit weltklasse Matches bei den Australian Open, den French Open und auch in Wimbledon sorgte er für Aufsehen. Bei den Gerry Weber Open in Halle schaffte es der ungestüme Russe mit dem Bad Boy Image bis ins Viertelfinale und wurde erst dort durch einen weiteren „Next Generation Star“ gestoppt: Karen Khachanov. Seinen  Karrierehöhepunkt erreichte er im Juli 2017 mit seinem ersten Turniersieg auf der ATP Tour in Umag.

Die Krone setzte er sich jedoch beim ersten Grand Slam Turnier auf, in dem er die Qualifikation nicht mehr spielen musste. Bei den aktuell laufenden US Open in New York schlug er, mit keinem geringeren als den frischgebackenen Masters Sieger von Cincinetti und Mitfavoriten auf den Titel, Grigor Dimitrov, zum ersten Mal einen Top Ten Spieler. Den Bulgaren besiegte Rublev in drei Sätzen und wirkte von Anfang an wie der Herr auf dem Platz. Mit einem weiteren Sieg über Dzumhur erreichte der junge Russe das Achtelfinale des letzten Major Turniers des Jahres in dem er heute gegen den Belgier David Goffin um den Einzug in das Viertelfinale kämpfen wird.

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Denis Shapovalov, wie ein Flummi, ein aufgedrehtes HB Männlein, hüpfte und sprang der Junge mit den blonden langen Haaren aus Kanada über die Tennisplätze von Flashing Meadow. Mit den Credits des 1000 er Masters Halbfinals aus Montreal kam er nach New York gereist. (Unter anderem mit einem Sieg gegen Rafael Nadal, der aktuellen Nummer 1 der Tenniswelt ) In kürzester Zeit hatte sich der 18 jährige Blondschopf den Weltranglistenplatz 69 erarbeitet. 

Durch die Qualifikation spielte er sich Runde für Runde furchtlos ins Achtelfinale. In seinem ersten Night Session Match, vor 23500 Zuschauern im größten Tennisstation der Welt, zeigte er gegen keinen geringeren als Jo Wilfried Zonga sein ganzes Können. In drei Sätzen haute er den großen Favoriten vom Platz. Sein Tennis und seine Aura wirken so selbstverständlich und unbefangen. Ganz großes Kino.

Im ersten Jahr, in dem ein Masters Finale für den Tennisnachwuchs bis 21 Jahren ausgetragen wird, zeigen die jungen Burschen ein Tennis, das atemberaubend ist. Die Aufmerksamkeit durch die „Next Gen“ Kampagne scheint den Jungs gut zu tun. Meiner Meinung nach hat die ATP mit dieser Entscheidung alles richtig gemacht, weil der Sport diese Stories braucht. Dieser Sport braucht diese ungestümen Typen, die durch ihre Erfolge und ihre Art, wie sie sich auf dem Platz präsentieren, im Gedächtnis bleiben. Sie fallen auf – mehr als manch ein Top Spieler es jemals zu tun vermochte. Sie spielen sich nicht nur auf der großen Tennisbühne nach oben, sondern auch in die Köpfe der Fans. Mir gefällt das.

US OPEN

http://www.nextgenatpfinals.com/

Lesesen sie auch „DER WAHNSINNS AUFSTIEG DER „NEXT GENERATION STARS“ IM JAHRE 2017.

NIKE  WILSON Yonex 

Fotos: K.Kerner

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