Der wahnsinns Aufstieg der „Next Generation“ Stars im Jahr 2017

2017, ein Tennisjahr, das überrascht. Die großen Herrscher sind zwei Legenden, mit denen noch im vergangenen Jahr keiner mehr gerechnet hätte:

Roger Federer und Rafael Nadal teilen sich die großen Titel untereinander auf und dominieren ihre Gegner. Die Anführer der letzten drei Jahre, Andy Murray und Novak Djokovic laufen den großen Erfolgen bisher etwas hinterher.

Vielleicht bezeichnend für den Erfolg der Next Generation Young Stars: Alexander Zverev, das Aushängeschild dieser Generation, sicherte sich als Einziger neben Nadal & Federer einen 1000er Masters Sieg mit dem Titelgewinn in Rom. Sicher genauso überraschend wie der gesamte Verlauf dieser Saison, in der zum ersten Mal ein „ATP Final“ für die Tennisprofis bis 20 ausgetragen wird.

Eine gute Idee, wie ich finde, so wird den jungen Spielern mehr Aufmerksamkeit gewidmet, das Ganze wird von der ATP mit einer Kampagne begleitet und stark promoted.

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Der klare Anführer ist hier Alexander Zverev. Platz 11 der Weltrangliste (kurzzeitig bereits unter den Top 10), drei Titelgewinne konnte er jüngst für sich verbuchen und auch seine bisher frühen Grand Slam Niederlagen konnte er in Wimbledon unterbrechen. Der Deutsche kam zum ersten Mal in die zweite Woche eines Majors und unterlag erst in einem 5-Satz-Krimi gegen Milos Roanic. Fraglich, ob der 20-Jährige beim „Next Gen Masters“ in Mailand an den Start geht, denn er belegt momentan den fünften Platz im „Race to London“, die Jahreswertung der ATP Finals. Für ihn ganz sicher der größere Anreiz und das Ziel der laufenden Saison.

Alexander Zverev, das Vorzeigetalent der jungen Tennisstars.

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Andrey Rublev fing das Jahr mit einer dreistelligen Weltranglistenposition an. Er spielte sich bei den Australien Open durch die Qualifikation in sein erstes Grand Slam Turnier. Verlor dort aber in der ersten Runde gegen die Nummer 1 der Welt, Andy Murray. Weiter ging es auf der Challengerebene, wo er gute Ergebnisse erzielte und sich soweit hoch spielte in der Weltrangliste, dass er bei den French Open direkt im Hauptfeld gestartet ist. In einem 5-Satz-Krimi gegen Diego Schwartzmann machte der junge Russe in Paris auf sich aufmerksam. Er verlor dieses Match nach hartem Kampf, zeigte der Tenniswelt aber, dass er absolut im Aufwind ist. Beim Turnier in Halle spielte er sich sensationell bis ins Viertelfinale und in Wimbledon kam er in die zweite Runde, wo er wieder einen Wahnsinnsfight ablieferte. Als Lucky Looser ging er in der letzten Woche in Umag an den Start und holte sich mit einem unsagbaren Tennis seinen ersten Titel auf der ATP Tour und spielte sich damit unter die ersten 50 der Welt.

Ganz klar, Andrey Rublev ist neben Alexander der Aufsteiger des Jahres.

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Der Kanadier Denis Shapovalov hat schon beachtliche Siege auf seinem Konto, unter anderem den Sieg gegen Nick Kyrgios bei den Canadian Open 2016. 2017 erspielte er sich seine ersten beiden Turniersiege auf der Challenger Tour und belegt ab heute Platz 143 der Weltrangliste.

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Karen Khachanov, die aktuelle Nummer zwei der Next Gen Stars und die Nummer 31 der Welt. Jüngste Erfolge: das Achtelfinale bei den French Open, das Halbfinale in Halle und die dritte Runde in Wimbledon zeigen das große Talent des 20-Jährigen.

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Borna Coric, der sich vor zwei Jahren bereits schon mal unter die ersten 40 der Welt spielte, ist nach einer Durststrecke wieder auf dem Vormarsch. Dieses Jahr sicherte er sich seinen ersten ATP Titel in Marrakesch und gelang mit Siegen u. a. gegen Andy Murray ins Viertelfinale des 1000er Masters in Madrid und verlor dort gegen Dominic Thiem. Aktueller Weltranglistenplatz 48.

Weitere Anwärter auf das „Next Gen Final“ sind der Russe Daniel Medvedev, der in Wimbledon Stan Wawrinka besiegte, Hyeon Chung, Frances Tiafoe & Jared Donaldson.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Young Stars in den letzten vier Monaten dieser Saison präsentieren werden. So wie es sich gerade abzeichnet, stehen die Chancen auf weitere Überraschungssieger sehr hoch.

 Die „Next Gen“ im Tennis, man sollte sie aufmerksam verfolgen.

www.nextgenatpfinals.com

Fotos: K.Kerner

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